Ein Strauss von Blumenliedern

Der Einstieg mit Schubert bestätigte zunächst, wie sorgfältig die Sängerin nach wie vor auch die Details ausgestaltet. Im weiteren Verlauf des Rezitals zahlte sich auch die kluge Oekonomie des Kräfteeinsatzes bestens aus. Der versonnene Beginn öffnete auch einen emotionalen Gegenpart zur heiteren Schlussgruppe. Vier von Dvoraks Biblischen Liedern verstanden sich als Dankeschön an den Schöpfer der Natur. Dabei wirkten hymnische Aufschwünge nicht demonstrativ aufgesetzt, sondern als „logische“ Scheitelpunkte von übergreifenden Bögen. etc...
Mit der humorigen „Klatschrose“ von Reb. Stolz erntete M. Diem spontanen Zwischenapplaus. Zur abschliessenden Liedergruppe von Franz Salmhofer (1900-1975) lagen keine Texte auf. Spontanes Schmunzeln und Lachen zeigte aber an, dass Heinrich Waggerls „Heiteres Herbarium“ zwar sehr bekannt, aber auch die Diktion der Sängerin vorzüglich ist.